Elbtunnel-S-Bahn zwischen Bostelbek und Altona verkürzt Fahrzeiten

Bereits mit dem Bau des A7-Elbtunnel und auch bei der 4. Röhre gab es Stimmen, in eine Röhre S-Bahngleise zu legen.

Um abschätzen zu können, ob eine Elbtunnel-S-Bahn möglich erscheint, habe eine Skizze gemacht, die eine Verlängerung der S31 von Altona nach Bostelbek und Neugraben vorsieht. Die Linie bräuchte einen Elbtunnel, der an die bestehende Hafenbahn Waltershof - Hausbruch angeschlossen wird.

Skizze für Elbtunnel-S-Bahn zwischen Altona und Bostelbek
Elbtunnel S-Bahn.pdf
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Kompliziert wird es im Bereich des S-Bahnhofs Altona. Hier müssten die Gleise 2 und 3 nach Süden verlängert werden und mit einem maximalen Gefälle von 4% bis zu Elbe abgesenkt werden. Nur so lässt sich knapp eine Tiefe erreichen, die einen Bahntunnel unter dem Fahrwasser der Elbe erlaubt. Auf Höhe der A7 steigt die Bahn wieder, um nach einer Stroimwechselstelle auf Höhe der Walterhofer Brücke an die Hafenbahn anzuschließen. Hier wäre optional ein Bahnhalt "Eurogate" vorstellbar. Die S-Bahnstrecke könnte weiter auf der zweigleisigen Hafenbahn verlaufen. Zu den täglich ca. 200 gegenwärtig verhandenen Güterzügen, kämen prognostiziert ca. 50 weitere Güterzüge hinzu, sowie ca. 220 S-Bahnzüge. Damit würde pro Gleis und Richtung durchschnittlich etwa alle 5 Minuten ein Zug fahren. Weitere mögliche Stationen wären "Waltershof", optional "Moorburg" und auf Höhe der Neuwiedenthaler Straße "Hausbruch Nord".

Um eine eine aufwändige Verbindungskurve von der Hafenbahn Richtung Neugraben zu vermeiden, würde die S-Bahnstrecke zu einem neuen Bahnhof "Bostelbek" verlaufen. Zuvor müsste die verlängerte S-Bahnlinie S31 eine weitere Stromwechselstelle pasieren und würde idealerweise kreuzungsfrei von den Regional- zu den S-Bahngleisen geführt. Die S-Bahnzüge könnten auf dem mittleren S-Bahngleis wenden und nach Neugraben fahren. Das Gleis könnte Bahnsteige auf beiden Seiten erhalten, um das Umsteigen z.B. Richtung Harburg so bequem, wie möglich zu machen.

Grundsätzlich wäre auch ein S-Bahnverkehr Richtung Harburg möglich, der z.B. in einem Störungsfall der S3 weiterhin eine S-Bahnanbindung von Harburg aufrecht erhalten kann. 

Mit der skizzierten S-Bahnlinie ließen sich erhebliche Fahrzeitgewinne verwirklichen:

  • S Neugraben - S Altona in 19 Minuten (statt in 38')
  • S Harburg - S Altona (mit Umstieg in Bostelbek) in 21 Minuten (statt in 27')
  • S Heimfeld - S Waltershof (mit Umstieg) in 13 Minuten (statt in 31')
  • S Neuwiedenthal - S Bahrenfeld (mit Umstieg) in 28 Minuten (statt in 41') 
  • S Neugraben - S Waltershof in 14 Minuten (statt in 28')

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